PartizipA - Partizipative Modellbildung, Akteurs- und Ökosystemanalyse in Agrarintensivregionen
ein bilaterales Projekt des österreichischen Programms Kulturlandschaftsforschung und des deutschen Programms
"sozial-ökologische Forschung"
ein Pilotprojekt des europäischen Forschungsraums (EFR)
Die Vernetzung nationaler Programme ist ein spezifisches Ziel des 6. EU-Rahmenprogramms für FTE. Mittel- bis langfristig ist die
Öffnung nationaler Programme gewünscht; vorerst werden systematischer Austausch, gemeinsame Strategien und gemeinsame Aktivitäten
nationaler Programme verschiedener Länder angepeilt, mithilfe der Förderinstrumente ERA-Net und SSA wird dies auch finanziell unterstützt.
Mit der gemeinsamen Bekanntmachung der Programme Kulturlandschaftsforschung (Ö) und sozial-ökologische Forschung (D) im Frühjahr 2001
haben das österreichische Wissenschaftsministerium und das deutsche Forschungsministerium die Realisierung dieser Idee bereits
vorweggenommen. Das Projekt "Partizipative Modellbildung, Akteurs- und Ökosystemanalyse in Agrarintensivregionen" ist das Produkt
dieses Pilotprojektes; es wurde nach positiver Begutachtung und nachfolgender Verhandlungen im Oktober 2003 gestartet.
Wie können sich agrarisch intensiv genutzte Regionen nachhaltig entwickeln? Welche überregionalen Rahmenbedingungen braucht nachhaltige
Entwicklung des ländlichen Raums? Und wie können die Regionen selbst dazu beitragen? Diese Fragen greift das Projekt "Partizipative
Modellbildung, Akteurs- und Ökosystemanalyse in Agrarintensivregionen" auf.
Das Projekt PartizipA hat zum Ziel, Szenarien möglicher Transformationsprozesse in Agrarintensivregionen zu entwickeln.
WissenschafterInnen der Abteilung Soziale Ökologie des Instituts für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) in
Wien und des Instituts für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück werden gemeinsam mit Akteuren der Regionen
'St. Pölten Umland' und 'nördlicher Landkreis Osnabrück' Szenarien entwickeln; Szenarien, die eine Abschätzung erlauben,
wie sich soziale, ökonomische und ökologische Bedingungen in den Regionen entwickeln können. Die Szenarien werden in
Computermodellen dargestellt; dabei werden Ökosystemmodelle mit sogenannten agentenbasierten Modellen verknüpft;
letzte bilden soziale Prozesse mit Hilfe geografischer Informationssysteme (GIS) ab.
Bei dieser Szenarienentwicklung können die Folgen von Handlungen unmittelbar sichtbar gemacht werden; die Computermodelle können
auch mögliche Veränderungen der Agrarsubventionen berücksichtigen. Der Partizipationsprozess dient jedoch nicht nur der
Modellbildung und der Szenarienentwicklung, sondern er stellt für sich bereits einen Lernprozess dar. Die beteiligten Akteure
werden sich nämlich im Rahmen einer Akteursplattform mit der Zukunft der Region und den Folgen ihrer eigenen Entscheidungen
auseinander setzen.
Sowohl der Partizipationsprozess als auch die Modellentwicklung sind so angelegt, dass die Erkenntnisse auf andere Regionen
übertragen werden können.
Kontakt
Univ.Prof.Dr. Marina FISCHER-KOWALSKI
(Leiterin des österreichischen Projektteils)
IFF - Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
Abteilung Soziale Ökologie
Schottenfeldgasse 29, A-1070 Wien
Tel: +43 1 5224000 416
Fax: +43 1 5224000 477
eMail:
marina.fischer-kowalski@univie.ac.at
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